Impfen schützt - jeden Einzelnen und die Gemeinschaft
Viele Erkrankungen, die in Deutschland nur noch selten vorkommen, sind in anderen Teilen der Welt noch immer weit verbreitet. Ein Beispiel ist die Kinderlähmung (Polio). Die Erkrankung gilt in ganz Europa und auf dem amerikanischen Kontinent als ausgerottet. Dennoch ist es auch heute noch wichtig, dass weiterhin gegen Kinderlähmung geimpft wird. Wenn diese Krankheit, die in Asien und Afrika weiterhin vorkommt, zum Beispiel durch Besucher nach Deutschland gelangt und auf eine ungeimpfte Bevölkerung treffen würde, wäre eine sofortige Ausbreitung möglich. Erklärtes Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war es, auch Masern, angeborene Röteln und Diphtherie bis zum Jahr 2010 auszurotten. Um dies zu verwirklichen, müssten bei jeder dieser Erkrankungen hohe Impfraten erreicht werden.
In Deutschland liegt das WHO-Ziel aber noch in weiter Ferne. Die Impfraten für die erste Masern-, Mumps- und Rötelnimpfung sind in den letzten Jahren zwar gestiegen, aber zu wenige Kinder werden ein zweites Mal geimpft. So ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu vereinzelten Masernausbrüchen gekommen. In vielen Ländern Europas und in den USA gelten die Masern dagegen schon heute als ausgerottet. Impfungen sind also eine Schutzmaßnahme für jeden Einzelnen und die gesamte Bevölkerung.


