Erleichterung durch Kombinationsimpfstoffe

Kombinationsimpfstoffe sind eine große Erleichterung für Kinder und Eltern. Durch die Kombination verschiedener Impfstoffe wird mit nur einer Impfspritze mehreren Krankheitserregern gleichzeitig vorgebeugt. 

Die manchmal geäußerte Vermutung, diese Impfstoffe könnten vermehrt zu Nebenwirkungen führen, trifft nicht zu. Selten treten zwar Nebenwirkungen durch Begleitstoffe auf, die jedoch generell in Impfstoffen enthalten sind. Die Menge an notwendigen Begleitstoffen wird durch Kombinationsimpfstoffe hingegen reduziert. Auf diese Begleitstoffe kann aus unterschiedlichen Gründen in keiner Impfung gänzlich verzichtet werden. Manche Begleitstoffe werden dem Impfstoff zugesetzt, um die Krankheitserreger zu verstärken. So müssen weniger Erreger im Labor gezüchtet werden. Dies kann besonders dann wichtig sein, wenn sehr schnell viel Impfstoff benötigt wird, weil eine weltweite Ausbreitung eines Krankheitserregers (Pandemie) befürchtet wird. Im Fall der sogenannten Schweinegrippe (H1N1-Virus von 2009) wurde zum Beispiel manchen Impfstoffen ein solcher verstärkender Begleitstoff zugesetzt.

Generell können Begleitstoffe Spuren von Formaldehyd, Antibiotika und geringste Mengen von Hühnereiweiß sein. Quecksilber, welches früher zur Konservierung von Impfstoffen diente, ist in heutigen Kinderimpfstoffen nicht mehr enthalten, obwohl bis heute nicht sicher erwiesen ist, dass dies Nebenwirkungen erzeugt hat. Die Begleitstoffe dienen vor allem der Inaktivierung von Viren (Formaldehyd), oder sie verhindern Verunreinigungen während der Herstellung (Antibiotika). Diese Begleitstoffe baut der Körper problemlos im Rahmen normaler Stoffwechselvorgänge ab und scheidet sie aus.