Mumps-Impfung bei Kindern

Impfung

Die Impfung gegen Mumps

Durch eine zweimalige Impfung kann wirksam gegen Mumps vorgebeugt werden. Gegen Mumps wird üblicherweise im Kombinationsimpfstoff zusammen mit Masern und Röteln geimpft:

  • Die erste Teilimpfung sollte im Alter von 11. bis 14. Monat gegeben werden.
  • Die zweite Impfung soll frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres, mit 23 Monaten, gegeben werden.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn das Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

Nebenwirkungen der Impfung

Die Impfung ist gut verträglich, nur selten treten Nebenwirkungen auf.

Man unterscheidet bei den üblichen Nebenwirkungen zwischen lokalen Reaktionen und allgemeinen Krankheitszeichen. Lokale Reaktionen sind eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die nach wenigen Tagen abklingen. Dazu können allgemeine Krankheitszeichen, wie Fieber oder Müdigkeit, auftreten – auch diese Nebenwirkungen klingen schnell wieder ab. Schwere Erkrankungen können laut STIKO (Ständige Impfkommission) auftreten, kommen aber nur sehr selten vor.

Mumps: Häufige Fragen und Antworten (FAQs)

Ist Mumps eine reine Kinderkrankheit?

Mumps wird landläufig oft als so genannte „Kinderkrankheit“ bezeichnet. Das hat seinen Grund in der Übertragung der Erreger: Da Mumps sehr ansteckend ist, erkrankten früher die meisten Menschen bereits als Kind daran. Jugendliche und Erwachsene können sich aber ebenso anstecken. Ist nur ein Teil der Bevölkerung geimpft, werden die Abstände zwischen den Mumps-Ausbrüchen größer. Das führt dazu, dass vermehrt auch ungeimpfte Kinder sich erst als Jugendliche oder als Erwachsene anstecken. Zwischen 2013 und 2015 wurden in Deutschland etwa 2.100 Mumpserkrankungen gemeldet. Besonders häufig erkrankten die 5 bis 9-Jährigen sowie Jugendliche und junge Erwachsene.

Kann bei Allergie gegen Hühnereiweiß mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff geimpft werden?

Wenn Sie gegen Hühnereiweiß allergisch sind, können Sie dennoch in der Regel die MMR-Impfung erhalten.

Die MMR-Impfung enthält Spuren von Hühnereiweiß. Daher gibt es gelegentlich das Gerücht, Allergiker sollten sich nicht gegen MMR impfen lassen.

Das Hühnereiweiß im Impfstoff ist jedoch nicht das gleiche Eiweiß wie in einem Hühnerei und im MMR-Impfstoff nur in geringen Mengen vorhanden. Studien haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrzahl der Personen, die gegen Hühnereiweiß allergisch ist, den Impfstoff vertragen.

Beraten Sie sich im Fall einer Hühnereiweiß-Allergie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Löst die Mumps-Impfung Diabetes aus?

Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keinen Hinweis darauf, dass Impfungen im Kindesalter Diabetes (Zuckerkrankheit) auslösen.
Gelegentlich hört man das Gerücht, dass Impfungen dazu beitragen könnten, dass schon junge Menschen an Diabetes erkranken.

Wie kam es zu dem Gerücht? Anlass zur Diskussion war der Mumps-Impfstoff, da das Mumps-Virus in seltenen Fällen zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen kann. Die Bauchspeicheldrüse bildet den Botenstoff Insulin. Wenn Insulin fehlt, dann kann Diabetes entstehen. Der Mumps-Impfstoff enthält abgeschwächte Viren. Allerdings konnte bisher nicht belegt werden, dass es überhaupt einen Zusammenhang zwischen einer Mumps-Erkrankung und Diabetes gibt. In weiteren Studien konnte auch kein Zusammenhang zwischen einer Mumps-Impfung und Diabetes gefunden werden.

Das Risiko an einer Zuckerkrankheit zu erkranken, wird durch die MMR-Impfung nicht erhöht.

Einzel- oder Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln?

Gegen Mumps und gegen Röteln gibt es keinen Einzel-Impfstoff mehr. Darum ist die Impfung nur als gleichzeitige Impfung gegen Mumps, Röteln und Masern möglich. Gegen Masern könnte man im Prinzip einzeln impfen. Der Einzel-Impfstoff muss allerdings importiert werden. Der Schutz gegen Röteln und Mumps würde dann außerdem fehlen