13. Januar 2015

FSME – Der nächste Frühling kommt bestimmt

Jetzt schon an die Impfung denken

Zecken sind bei tiefen Temperaturen weniger aktiv oder verfallen sogar in eine Starre. Damit sinkt zwar im Winter das Risiko, sich mit einer von Zecken übertragenen Krankheit zu infizieren: Von Ende Dezember bis Mitte März werden in Deutschland in der Regel nur vereinzelt FSME-Erkrankungen (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) beobachtet. Die Wintermonate sind jedoch genau der richtige Zeitpunkt, um mit dem Aufbau des Impfschutzes gegen FSME zu beginnen.

Empfohlen wird die Impfung gegen FSME für Menschen, die in einem FSME-Gebiet wohnen oder in eines reisen möchten und sich dort in freier Natur aufhalten. In Deutschland gelten große Teile Baden-Württembergs und Bayerns als Risikogebiete. Auch bestimmte Landkreise im südlichen Hessen und südlichen Thüringen sowie vereinzelte Landkreise in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind betroffen.

Für den Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen erforderlich. Die ersten beiden Impfungen erfolgen nach dem üblichen Impfschema im Abstand von einem bis drei Monaten. Zwei Wochen nach der zweiten Impfung besteht für etwa 90 Prozent der Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreichend ist. Für eine längere Schutzwirkung ist eine dritte Impfung fünf oder neun (je nach Impfstoff) bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung nötig. Es gibt Impfstoffe gegen FSME für Erwachsene und für Kinder ab einem Jahr.

Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischimpfung nach drei Jahren empfohlen, die nachfolgenden Auffrischungen sind dann je nach Alter alle drei bis fünf Jahre erforderlich.

Zecken können neben der FSME noch weitere Krankheiten übertragen: Die Erreger der Borreliose kommen beispielsweise deutschlandweit vor. Daher ist es auch bei einem vorhandenen Impfschutz gegen FSME ratsam, sich während der wärmeren Jahreszeiten bei Aufenthalt in der Natur durch geeignete Kleidung und gegebenenfalls Abwehrmittel (Repellents) gegen Zeckenbefall zu schützen.

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