Tetanus-Impfung bei Jugendlichen

Krankheitsbild und Ansteckungsgefahr bei Tetanus

Die Krankheitsanzeichen werden nicht durch die Bakterien selbst, sondern durch ein Gift, welches von diesen ausgeschieden wird, ausgelöst.

Man unterscheidet drei Formen von Tetanus-Infektionen:

  1. Bei der ersten Form treten nach drei Tagen bis drei Wochen nach der Ansteckung Spannungsgefühle an der Wunde auf. Manchmal wird dies von Schwitzen, Unruhe und Kopfschmerzen begleitet. Nach kurzer Zeit kommen starke, schmerzhafte Krämpfe des Kiefers und weiterer Muskelgruppen hinzu. Krämpfe des Kehlkopfes und der Brustmuskulatur können so ausgeprägt sein, dass sie zum Erstickungstod führen.
  2. Bei der zweiten Form der Tetanus-Infektionen treten die beschriebenen Symptome in abgeschwächter Form auf. In der Regel ist dies der Fall, wenn aufgrund einer schon länger zurückliegenden Impfung noch ein Restimpfschutz vorhanden ist.
  3. Eine besondere Form der Tetanus-Infektion tritt bei Neugeborenen auf, wenn die Bakterien aufgrund unzureichender Hygiene in den Nabel gelangen. Ungefähr eine Woche nach der Ansteckung kommt es zu Krämpfen und einer Trinkschwäche. Fast alle betroffenen Kinder sterben dann an der Erkrankung.

Bei jedem Verdacht auf eine Tetanus-Erkrankung wird sofort eine Antibiotika-Behandlung eingeleitet. Über verschiedene andere Medikamente wird versucht, das von den Bakterien ausgeschiedene Gift zu neutralisieren. Trotz guter medizinischer Versorgung ist die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung jedoch sehr hoch.