Sie haben eine Frage zum Impfen?
Finden Sie Antworten hier!

Frage

13.09.2019

  • Sind Schäden des ungeborenen Kindes durch Influenzaimpfung der Mutter im letzten Trimenon bekannt?

  • Antwort von der Redaktion impfen-info.de

    Da es sich bei den in Deutschland zugelassenen Grippeimpfstoffen für Erwachsene um sogenannte Totimpfstoffe handelt, ist eine Impfung grundsätzlich in jedem Stadium der Schwangerschaft möglich und unbedenklich. Sowohl Grippeviren als auch die Virusteilchen aus der Impfung erreichen das Ungeborene nicht. Solange das Baby also noch im Bauch seiner Mutter ist (Nestschutz), ist es davor geschützt, selbst infiziert zu werden.

    Durch verschiedene körperliche Veränderungen, die während einer Schwangerschaft ablaufen, können sich Schwangere leichter mit bestimmten Erregern anstecken. Zudem tragen sie ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe, da ihr Immunsystem zum Wohle des ungeborenen Kindes gedämpft ist.

    Allgemein empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) daher ausdrücklich die Impfung gegen saisonale Grippe (Influenza) insbesondere Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel. Frauen, bei denen aufgrund einer chronischen Grundkrankheit – wie beispielsweise Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck – eine zusätzliche Empfehlung zur Grippeimpfung besteht, wird eine Impfung bereits ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

    Die Grippeimpfung ist allgemein gut verträglich. Die Sicherheit der Impfstoffe wurde sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene in zahlreichen Untersuchungen bestätigt.

    In der Begründung der STIKO zur Impfempfehlung für Schwangere wird erläutert, dass durch die Impfung während der gesamten Schwangerschaft – insbesondere im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel – keine Schäden für das Ungeborene oder Neugeborene entstehen.

    Ebenfalls konnten keine Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit von Kaiserschnitten, Frühgeburten sowie hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Kinder von der Geburt bis zum 6. Lebensmonat festgestellt werden.

    Eine weitere große Studie, die mehr als 3.000 Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft gegen Grippe geimpft wurden, und fast 40.000 Kinder von ungeimpften Müttern einschloss, zeigte keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen hinsichtlich Geburtsgewicht, Dauer der Schwangerschaft oder der Länge des Krankenhausaufenthaltes im Rahmen der Geburt.

    Ein Neugeborenes profitiert von der Impfung seiner Mutter, da es durch die Grippeimpfung bzw. das Blut der Mutter noch vor der Geburt Antikörper mitbekommt. Das Baby ist dadurch in seinen ersten zehn bis zwölf Lebenswochen vor einer Grippeinfektion geschützt.

Aktuelle Antworten zu den neusten Fragen

  1. Kann bei der Impfung vom Impfschema abgewichen werden?

    Die vom Hersteller empfohlenen Impfabstände sollten möglichst nicht verändert werden. Denn im Zulassungsverfahren wird ein Impfstoff nach einem bestimmten Impfschema auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Mit manchen Impfstoffen ist auch ein...

  2. Was ist ein Impfschema?

    Für jeden Impfstoff gibt es ein Impfschema. Dieses gibt an, wie viele Impfungen in welchem Alter und in welchem zeitlichen Abstand durchgeführt werden sollen. Dies sind zur Grundimmunisierung, d. h. zum Aufbau des Impfschutzes, in der Regel zwischen...

  3. Wo finde ich Informationen zum Masernschutzgesetz?

    Am 1. März 2020 trat das Masernschutzgesetz in Kraft. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass alle Kinder und Jugendlichen, die Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Kindertageseinrichtung oder einen Hort, bestimmte Formen der Kindertagespflege oder ...

  4. Wegen des Lieferengpasses beim Totimpfstoff gegen Gürtelrose konnte der Abstand von höchstens 6 Monaten zwischen den beiden Impfungen nicht eingehalten werden. Wie ist weiter vorzugehen?

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) schreibt zu der Frage, was zu tun ist, wenn der empfohlene Impfabstand zwischen der ersten und zweiten Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) nicht eingehalten werden kann:

    „Kann für die zweite Impfung wegen...

  5. Wo erhalte ich einen neuen Impfausweis?

    In der Regel wird der Ausweis im Rahmen der ersten Impfung im Säuglingsalter vom Kinderarzt bzw. von der Kinderärztin ausgestellt. Er kann Ihnen aber auch in einer Arztpraxis oder beim Gesundheitsamt kostenlos ausgehändigt werden, wenn Sie geimpft...

Sie möchten selbst eine Frage einreichen?

Eine Antwort auf Ihre Frage haben Sie in unserem Frage-Pool nicht gefunden? Dann stellen Sie sie hier.

Bitte beachten Sie...

Die BZgA behält sich vor Ihre Frage zu veröffentlichen und zu bearbeiten.

Name und E-Mail werden nicht veröffentlicht!

CAPTCHA Image
Play CAPTCHA Audio
Neues Captcha erstellen

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise und die Netiquette

Bitte beachten Sie...

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist keine klinische Einrichtung.
Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt angemessen berücksichtigt werden können.

Wir beantworten Ihre Fragen möglichst zeitnah. Je nach Kapazitäten und Umfang der Frage kann die Bearbeitungszeit jedoch wenige Wochen betragen.

Die BZgA behält sich die Veröffentlichung der Fragen und Antworten unter Beachtung des Datenschutzes vor!