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Frage

05.02.2014

  • Sind Schäden des ungeborenen Kindes durch Influenzaimpfung der Mutter im letzten Trimenon bekannt?

  • Antwort von der Redaktion impfen-info.de

    Da es sich bei den in Deutschland zugelassenen Grippeimpfstoffen für Erwachsene um sogenannte Totimpfstoffe handelt, ist eine Impfung grundsätzlich in jedem Stadium der Schwangerschaft möglich und unbedenklich. Sowohl Grippeviren als auch die abgetöteten Virusteilchen aus der Impfung erreichen das Ungeborene nicht. Solange das Baby also noch im Bauch seiner Mutter ist (Nestschutz), ist es davor geschützt, selbst infiziert zu werden.

    Durch verschiedene körperliche Veränderungen, die während einer Schwangerschaft ablaufen, können sich Schwangere leichter mit bestimmten Erregern anstecken. Zudem tragen sie ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe, da ihr Immunsystem zum Wohle des ungeborenen Kindes gedämpft ist.

    Allgemein empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) daher ausdrücklich die Impfung gegen saisonale Grippe (Influenza) insbesondere Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel. Frauen, bei denen aufgrund einer chronischen Grundkrankheit – wie beispielsweise Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck – eine zusätzliche Empfehlung zur Grippeimpfung besteht, wird eine Impfung bereits ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

    Die Grippeimpfung ist allgemein gut verträglich. Die Sicherheit der Impfstoffe wurde sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene in zahlreichen Untersuchungen bestätigt.

    In der Begründung der STIKO zur Impfempfehlung für Schwangere wird erläutert, dass durch die Impfung während der gesamten Schwangerschaft – insbesondere im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel – keine Schäden für das Ungeborene oder Neugeborene entstehen:

    Ebenfalls konnten keine Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit von Kaiserschnitten, Frühgeburten sowie hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Kinder von der Geburt bis zum 6. Lebensmonat festgestellt werden.

    Eine weitere große Studie, die mehr als 3.000 Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft gegen Grippe geimpft wurden, und fast 40.000 Kinder von ungeimpften Müttern einschloss, zeigte keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen hinsichtlich Geburtsgewicht, Dauer der Schwangerschaft oder der Länge des Krankenhausaufenthaltes im Rahmen der Geburt.

    Ein Neugeborenes profitiert von der Impfung seiner Mutter, da es durch die Grippeimpfung bzw. das Blut der Mutter noch vor der Geburt Antikörper mitbekommt. Das Baby ist dadurch in seinen ersten zehn bis zwölf Lebenswochen vor einer Grippeinfektion geschützt.

    Weitere ausführliche Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Bundesverbandes der Frauenärzte: www.frauenaerzte-im-netz.de/frauengesundheit/impfschutz-impfungen/impfung-gegen-grippe-influenza-in-der-schwangerschaft/

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