Sie haben eine Frage zum Impfen?
Finden Sie Antworten hier!

Frage

17.12.2014

  • Gehen Impfstoffe in die Muttermilch über? Wenn ja, was bedeutet das für mein Baby?

  • Antwort von der Redaktion impfen-info.de

    Stillen ist für das Baby die beste Ernährung. Stillende Mütter können meist bedenkenlos geimpft werden bzw. geimpfte Mütter bedenkenlos stillen.

    Ob Totimpfstoffe in die Muttermilch übergehen, ist kaum untersucht. Aber selbst wenn dies der Fall sein sollte, ist von den impfaktiven Anteilen keine Gefahr für das Kind zu erwarten. Es handelt sich dabei um abgetötete Keime oder sogar nur um Teile der Erreger.

    Die Impfviren von Lebendimpfstoffen vermehren sich dagegen bei Geimpften. Sie könnten in die Muttermilch übergehen und somit auf ein gestilltes Kind übertragen werden. Dies wurde beispielsweise für Röteln-Impfviren nachgewiesen. Allerdings wurden bisher noch keine Fälle bekannt, in denen ein Kind erkrankt ist. Ob Masern-, Mumps- oder Windpocken-Impfviren in die Muttermilch ausgeschieden werden, ist nicht bekannt, jedoch theoretisch denkbar. Zudem können nach einer Windpockenimpfung in seltenen Fällen Impfviren vom Geimpften auf andere Personen übertragen werden.

    Für Kinder mit einem geschädigten Immunsystem (z.B. durch AIDS oder einen Gen-Defekt) können Impfviren gefährlich werden, da sich diese vermehren könnten. Bezüglich der Impfung von Müttern solcher Kinder müssen deswegen Nutzen und Risiko gut abgewogen werden.

    Die Impfung gegen Gelbfieber sollten stillende Mütter nicht erhalten: In vereinzelten Fällen wurde bei den gestillten Säuglingen nach Impfung ihrer Mutter eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) berichtet.

Aktuelle Antworten zu den neuesten Fragen im Pool

  1. Wo erhalte ich einen neuen Impfausweis?

    In der Regel wird der Ausweis im Rahmen der ersten Impfung im Säuglingsalter vom Kinderarzt bzw. von der Kinderärztin ausgestellt. Er kann Ihnen aber auch in einer Arztpraxis oder beim Gesundheitsamt kostenlos ausgehändigt werden, wenn Sie geimpft...

  2. Muss die Impfung gegen HPV aufgefrischt werden?

    Die ersten beiden HPV-Impfstoffe wurden in den Jahren 2006 bzw. 2007 in Deutschland zugelassen. Aktuell kann noch zwar noch keine abschließende Aussage getroffen werden, ob der Impfschutz irgendwann aufgefrischt werden muss. Jedoch zeigen bisherige...

  3. Ich weiß nicht, ob ich bereits Windpocken hatte. Kann ich trotzdem gegen Gürtelrose geimpft werden?

    Fast alle in Deutschland aufgewachsenen Erwachsene ab einem Alter von 50 Jahren hatten irgendwann einmal die Windpocken. Es ist vor der Impfung gegen Gürtelrose mit dem Totimpfstoff daher nicht nötig, eine Windpocken-Erkrankung nachzuweisen.

    Ledigli...

  4. Wird die Impfung gegen Gürtelrose von der Krankenkasse bezahlt?

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose mit einem sogenannten Totimpfstoff seit Mitte Dezember 2018 für alle Personen ab einem Alter von 60 Jahren sowie für Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung ab...

  5. Warum wird nur der Totimpfstoff gegen Gürtelrose empfohlen?

    In Deutschland gibt es zwei verschiedene Impfstoffe gegen Gürtelrose: Ein sogenannter Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Viren und ein Totimpfstoff, in dem nur Teile des Virus enthalten sind.

    Der empfohlene Totimpfstoff ist wirksamer und bietet...

Sie möchten selbst eine Frage einreichen?

Eine Antwort auf Ihre Frage haben Sie in unserem Frage-Pool nicht gefunden? Dann stellen Sie sie hier.

Bitte beachten Sie:
Die BZgA behält sich vor Ihre Frage zu veröffentlichen und zu bearbeiten.
Ihr Name und Ihre E-Mail werden nicht veröffentlicht und nach Abschluss des Vorgangs aus unserer Datenbank entfernt.

Name und E-Mail werden nicht veröffentlicht!

CAPTCHA Image
Play CAPTCHA Audio
Neues Captcha erstellen

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise und die Netiquette

Bitte beachten Sie...

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist keine klinische Einrichtung.
Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt angemessen berücksichtigt werden können.

Wir beantworten Ihre Fragen möglichst zeitnah. Je nach Kapazitäten und Umfang der Frage kann die Bearbeitungszeit jedoch wenige Wochen betragen.

Die BZgA behält sich die Veröffentlichung der Fragen und Antworten unter Beachtung des Datenschutzes vor!