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Frage

05.10.2016

  • Inwieweit kann eine Impfung auch bei durch Chemotherapie geschädigtem Immunsystem wirken?

  • Antwort von der Redaktion impfen-info.de

    Ob und wie gut eine Impfung wirkt, ist von Patient zu Patient verschieden. Dies hängt damit zusammen, wie stark das Immunsystem, z.B. durch eine Chemotherapie geschwächt ist und wie wirksam der Impfstoff ist.

    Wenn möglich, sollten Impfungen bereits vor einer Behandlung durchgeführt werden.

    Aber auch während einer Chemotherapie sind bestimmte Impfungen möglich (und sinnvoll). Hierzu gehören alle Impfungen, die mit Totimpfstoffen durchgeführt werden, also z.B. gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten oder Pneumokokken.

    Bei Lebendimpfstoffen, z.B. gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken oder Rotavirus, ist Vorsicht geboten. Hier muss der Arzt oder die Ärztin nach Schwere der Immunschwäche entscheiden, ob eine Impfung möglich ist.

    Wichtig für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, ist der so genannte Herdenschutz (http://www.impfen-info.de/wissenswertes/herdenimmunitaet/): Das heißt, die Personen im Umfeld sollten einen ausreichenden Impfschutz besitzen, damit sie nicht den Patienten anstecken. Dies gilt sowohl für Familienangehörige, Klinikpersonal als auch für Schule oder Kindergarten. Wichtig ist hier ein ausreichender Schutz vor Masern, Mumps, Röteln (MMR), Windpocken, Keuchhusten, Grippe und Pneumokokken .

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann keine medizinische Einzelfallberatung durchführen. Impfungen bei Chemotherapie müssen immer individuell entschieden werden. Hierzu kann der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin auch Kontakt mit entsprechenden Experten bzw. Behandlungszentren suchen (z.B. www.kinderimmunologie.de, www.find-id.net oder die Impfhotline des RKI für Ärzte: www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/impfen_node.html).

     

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