Grippeimpfung für chronisch Kranke

Insbesondere für Erwachsene und Kinder mit chronischen Grunderkrankungen ist es wichtig, sich rechtzeitig vor der nächsten Grippesaison durch eine Grippeimpfung zu schützen. Denn sie haben ein besonders hohes Risiko für schwere oder sogar lebensbedrohliche Verläufe einer Grippeerkrankung. Das gilt sowohl für junge als auch für ältere Menschen – vor allem dann, wenn die vorliegende Krankheit die Atmung, das Herz oder das Immunsystem beeinträchtigt. Die Grippeimpfung für chronisch Kranke beugt dem vor.


Eine Grippe ist keine Erkältung!

Die Grippe wird durch sogenannte Influenzaviren verursacht. Selbst bei einem leichteren Verlauf dauert sie mindestens fünf bis sieben Tage und geht meist mit deutlichen bzw. schwereren Krankheitszeichen (z.B. Fieber über 38,5°C, trockener Reizhusten etc.) einher. Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung sind möglich.


Grippeimpfung für Personen mit chronischen Grunderkrankungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für chronisch Kranke insbesondere für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit folgenden Grunderkrankungen:

  • chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inkl. Asthma und Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD))
  • Herz- oder Kreislaufkrankheiten
  • Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Stoffwechselkrankheiten wie z. B. Diabetes
  • chronische neurologische Krankheiten wie z. B. Multiple Sklerose
  • angeborene oder erworbene Immundefekte
  • HIV-Infektion

Alle für einen und einer für alle: Gemeinsam gegen Grippe schützen!

Auch Angehörige bzw. enge Kontaktpersonen von Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich impfen lassen, um diese vor einer Ansteckung mit Grippe zu schützen.


Bewährt und gut verträglich: Der Grippeimpfstoff

Grippeimpfstoffe sind in zahlreichen Studien getestet worden. Sie sind nebenwirkungsarm und haben sich in millionenfacher Anwendung bewährt.

Für Kinder zwischen zwei und 17 Jahren gibt es seit 2012 in Deutschland neben den inaktivierten Impfstoffen gegen Grippe auch einen Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff besonders für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren.


Aufklärungsgespräch hilft bei Impfentscheidung

Insbesondere bei einer chronischen Erkrankung oder einem geschwächten Immunsystem ist es wichtig, mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt über die Grippeimpfung für chronisch Kranke zu sprechen.


Grippeimpfung für chronisch Kranke: Einmal jährlich!

Da sich das Grippevirus leicht verändern kann, werden die Grippeimpfstoffe jedes Jahr angepasst. Die Grippeimpfung erfolgt am besten im Oktober oder November. Aber auch eine spätere Impfung kann noch sinnvoll sein. Die Grippeimpfung bietet den bestmöglichen Schutz für eine gesamte Grippesaison.


Verdacht auf Grippe – Was tun?

Wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Grippe besteht, kann eine antivirale Therapie erwogen werden. Die Arzneimittel sollten so früh wie möglich, d. h. idealerweise innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome, genommen werden. Bitte wenden Sie sich im Verdachtsfall sofort an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.


Ansteckung vermeiden – Hygiene schützt

Durch die Beachtung einfacher Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen und das Abstandhalten von erkrankten Personen schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen nicht nur vor der Ansteckung mit Grippe, sondern auch vor weiteren Infektionskrankheiten (zum Beispiel Magen-Darm-Infektionen).