Grippeimpfung für Menschen ab 60

Mit zunehmendem Alter verliert das Immunsystem an Leistungskraft. Durch Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden kann das Abwehrsystem eines älteren Menschen Grippeerreger häufig nicht so gut bekämpfen. Dadurch kann die saisonale Grippe (Influenza) schwerer verlaufen oder länger anhalten. Auch lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung treten häufiger auf. Gerade aus diesen Gründen ist die Grippeimpfung für Menschen ab 60 so wichtig.


Eine Grippe ist keine Erkältung

Auch wenn sich die Symptome auf den ersten Blick ähneln: Eine echte Grippe und eine Erkältung (Schnupfen, grippaler Infekt) sind ganz verschiedene Krankheiten. Die durch Influenzaviren verursachte Grippe beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber (über 38,5°C), Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Selbst in unkomplizierten Fällen dauert sie fünf bis sieben Tage und geht meist mit deutlich schwereren Krankheitszeichen einher. Lebensbedrohliche Komplikationen sind möglich.


Grippeimpfung für Menschen ab 60: Einmal jährlich!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die regelmäßige Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahre.

Da sich Grippeviren leicht verändern können, werden die Impfstoffe jedes Jahr entsprechend angepasst. Geimpft wird am besten rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison – im Oktober oder November. Aber auch eine spätere Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahre kann noch sinnvoll sein.

Gleichzeitig mit der Impfung gegen Grippe sollte bei ab 60-Jährigen auch der Impfschutz gegen Pneumokokken überprüft werden: Pneumokokken sind häufig Erreger von bakteriell verursachten Lungenentzündungen.


Grippeimpfung für Menschen ab 60 : Nebenwirkungen? Kaum!

Die Grippeimpfung für Menschen ab 60 ist gut verträglich.

Gelegentlich kann es zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen, die auch ein wenig schmerzen kann. Mögliche Nebenwirkungen der Grippeimpfung sind zudem eine Erhöhung der Körpertemperatur und leichte Allgemeinbeschwerden oder Unwohlsein. Solche Beschwerden klingen aber nach ein bis zwei Tagen ab.

Schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Grippeimpfung für Menschen ab 60, wie Ausschlag oder eine allergische Sofortreaktion treten nur in sehr seltenen Fällen auf.

Die Grippeimpfung für Menschen ab 60 kann keine Grippe auslösen!
Wichtig! Eine Grippeimpfung kann keine Grippeerkrankung hervorrufen. Der Impfstoff für Erwachsene enthält keine vermehrungsfähigen Grippeerreger.


Immer nützlich: Auf Hygiene achten

Ergänzend zur Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahre können Sie mit einigen einfachen hygienischen Maßnahmen das Ansteckungsrisiko verringern. Allen voran regelmäßiges Händewaschen und das Abstand halten im Erkrankungsfall helfen eine Übertragung zu vermeiden. So schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen nicht nur vor einer Ansteckung mit Grippe, sondern auch vor weiteren Infektionskrankheiten (zum Beispiel Magen-Darm-Infektionen).