Röteln-Impfung bei Erwachsenen

Infektion

Röteln wird durch Viren verursacht. Der Erreger ist weltweit verbreitet und wird häufig von Personen weitergegeben, die daran unbemerkt erkranken. Mit der Impfung möchte man vor allem vermeiden, dass sich ungeschützte schwangere Frauen mit Röteln anstecken. Denn dann kann das ungeborene Kind an einer Rötelnembryopathie erkranken. Blindheit, Taubheit, Herzfehler, geistige Behinderungen, Leberentzündung oder sogar eine Totgeburt können die Folge sein. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, dass kein Kind an Rötelnembryopathie leiden muss.

Häufige Fragen und Antworten (FAQs)

Muss ich mich auch impfen lassen, wenn ich schon eine Röteln-Erkrankung durchgemacht habe?

Eigentlich besteht nach einer Röteln-Infektion lebenslange Immunität gegen das Röteln-Virus, eine Impfung ist dann nicht nötig. Aber der Ausschlag anderer Infektionskrankheiten wird leicht für Röteln gehalten. Nur ein Bluttest auf Antikörper kann sicher feststellen, ob jemand wirklich gegen Röteln immun ist. Da die Impfung sehr gut verträglich ist, ist es in der Regel einfacher, darauf zu achten, zwei Impfungen in seinem Leben erhalten zu haben. Darüber hinaus schließt der kombinierte Impfstoff auch evtl. vorhandene Impflücken gegen Masern und Mumps.

Kann ich mich als Ungeimpfter auch nach Kontakt zu einem Röteln-Patienten noch impfen lassen?

Für die Impfung bei Kontakt mit dem Röteln-Erreger gibt es keine allgemeine Empfehlung der STIKO. Besprechen Sie bei einer möglichen Ansteckung mit Röteln möglichst schnell mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob eine MMR-Impfung sinnvoll ist

Darf mein Kind gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft werden, obwohl ich schwanger bin und keinen Schutz habe?

Ja. Die Impfviren gehen nicht auf andere Personen über. Außerdem schützt es Sie vor Ansteckung, wenn die Menschen in Ihrer Umgebung geimpft sind.

Was kann ich tun, wenn ich schwanger bin und keinen Schutz gegen Röteln habe?

Wenn Sie als Schwangere nicht geimpft sind und selbst keine Röteln hatten, sollten Sie darauf achten, nur mit Personen in Kontakt zu kommen, die selbst durch Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung geschützt sind und daher die Röteln nicht übertragen können. Lassen Sie im Zweifelsfalle lieber eine Familienfeier oder ein Kindergartenfest ausfallen. Die Impfung kann nicht in der Schwangerschaft erfolgen.

Übertragen sich Antikörper gegen Röteln von der Mutter auf das Kind?

Ja. Die Antikörper der Mutter übertragen sich auf das Kind (Nestschutz). Der Schutz gegen Röteln nimmt beim Säugling jedoch in den Monaten nach der Geburt allmählich ab.