Keuchhusten-Impfung bei Kindern

Infektion

Für Sie als Eltern oder Großeltern ist Keuchhusten meist nur eine lästige Erkältung, eventuell mit langwierigem quälenden Husten verbunden. Für Säuglinge bedeutet Keuchhusten jedoch eine echte Bedrohung (siehe Krankheitsbild). Die Ansteckung erfolgt dabei vor allem über enge Kontaktpersonen (rund 80%), ohne das diese sich dessen bewusst sind. Daher ist es sinnvoll, nicht nur Säuglinge möglichst früh gegen Keuchhusten zu impfen, sondern auch sich als Betreuungsperson schon vor der Geburt des Kindes impfen zu lassen.

Keuchhusten wird durch Husten, Niesen oder beim Sprechen übertragen (Tröpfcheninfektion). Die Bakterien werden sehr leicht weitergegeben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erkrankter alle anderen ungeschützten Familienmitglieder ansteckt, liegt bei fast 100 Prozent.

Je mehr die Wissenschaft über den Erreger des Keuchhustens lernt, umso geringer erscheinen die Aussichten, ihn ebenso aus einer Bevölkerung verbannen zu können wie beispielsweise Diphtherie oder Kinderlähmung. Unser Immunsystem kann ihn sich einfach nicht merken. Mütter geben keine Leihimmunität weiter und ganz egal ob der Schutz vor Keuchhusten durch eine durchgemachte Erkrankung oder die Impfung erworben wurde – bereits nach einigen Jahren lässt er wieder nach. Deshalb erkranken auch Erwachsene wiederholt, oft unbemerkt.