Grippeimpfung für Schwangere

Eine Grippeerkrankung (Influenza) in der Schwangerschaft kann die Gesundheit von Mutter und Kind ernsthaft gefährden. Beispielsweise steigt im Laufe der Schwangerschaft das Risiko für schwere Verläufe der Grippe mit Komplikationen wie etwa einer Lungenentzündung. Zudem erhöht eine Grippeinfektion während der Schwangerschaft die Gefahr von Wachstumsverzögerungen sowie von Fehl- oder Frühgeburten. Eine Grippeimpfung für Schwangere kann vor diesen Gefahren schützen.


Saisonale Grippe: Vermeidbares Risiko für Mutter und Kind durch eine Grippeimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen gesunden Schwangeren die Grippeimpfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Schwangere mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollten sich bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen.
Die Grippeimpfung für Schwangere bietet nachweislich einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind.


Eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten während der Schwangerschaft

Mit Blick auf die gesunde Entwicklung des Kindes und die Sicherheit der Mutter können Medikamente nur eingeschränkt genutzt werden. Auch antivirale Grippemedikamente werden in der Schwangerschaft nur nach strenger Prüfung im jeweiligen Einzelfall verabreicht. Sicherer ist daher, eine Grippeinfektion bereits im Vorfeld durch eine Grippeimpfung zu verhindern.


Grippeimpfung für Schwangere: Vorbeugender Schutz

Als besten Schutz gegen Grippe empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO)  die rechtzeitige Grippeimpfung für Schwangere vor Beginn der Wintersaison (im Oktober und November).
Grippeimpfstoffe haben eine hohe Wirksamkeit. In einzelnen Fällen, in denen Schwangere trotz Impfung an Grippe erkrankten, verlief die Erkrankung zumindest deutlich milder.
Wichtig zu wissen: Die Grippeimpfung für Schwangere schützt nicht vor Erkältungskrankheiten!

Grippeimpfung für Schwangere: Verträglich und sicher für Mutter und Kind

Die Sicherheit der Impfstoffe wurde sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene in verschiedenen Studien bestätigt: Es konnte keine erhöhte Zahl von schweren Reaktionen auf Grund einer Grippeimpfung festgestellt werden. Weder die Anzahl der Frühgeburten oder Kaiserschnitte war erhöht, noch gab es Unterschiede im Gesundheitszustand der Säuglinge nach der Geburt.

Bei einer ärztlich diagnostizierten schweren Allergie gegen Hühnereiweiß, die sehr selten vorkommt, sollte in einer Umgebung geimpft werden, in der eine klinische Überwachung und Behandlung nach der Impfung möglich sind.

Bei Vorliegen einer Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe wird von einer Impfung abgeraten. Bitte besprechen Sie dies mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt.


Doppelter Nutzen der Grippeimpfung für Schwangere

Eine Grippeimpfung der Schwangeren schützt auch das Kind nach der Geburt. Denn während der Schwangerschaft werden durch die Plazenta (Mutterkuchen) Abwehrstoffe auf das Kind übertragen, die in den ersten Lebensmonaten einen gewissen Schutz vor Grippe bieten. Denn Säuglinge können erst ab dem sechsten Monat selbst gegen Grippe geimpft werden.


Zusätzlicher Schutz: Auf Hygiene achten

Influenzaviren sind sehr infektiös. Sie werden über Tröpfchen, zum Beispiel beim Sprechen oder Husten, sowie über die Hände oder bei Kontakt mit verunreinigten Oberflächen übertragen. Ergänzend zur Grippeimpfung für Schwangere kann das Ansteckungsrisiko durch einfache Hygieneverhaltensweisen (z. B. Händewaschen, Papiertaschentücher nur einmal benutzen) verringert werden.