Mumps-Impfung bei Kindern



Mumps: Ansteckung

In Deutschland treten immer wieder Erkrankungswellen mit Mumps auf. Ungefähr ein Drittel aller angesteckten Menschen entwickeln selbst keine Krankheitsanzeichen, können aber trotzdem andere anstecken.


Mumps: Krankheitsverlauf

Mumps ist eine übertragbare Viruserkrankung. Die Ansteckungsrate ist mit ungefähr 60 Prozent relativ hoch.

Die Mumps-Viren werden meist durch Husten und Niesen (Tröpfcheninfektion) übertragen. In ganz seltenen Fällen ist auch eine Übertragung durch Speichel, der auf Gegenstände gelangt, möglich. Ungefähr zwei Wochen nach der Ansteckung treten grippeähnliche Symptome, wie beispielsweise Fieber, Husten und Kopfschmerzen auf. Oft kommt eine ein- oder beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse hinzu. Weil dieses Krankheitszeichen längst nicht alle Kinder entwickeln, wird Mumps häufig nicht erkannt und für einen harmlosen Infekt gehalten.

Auch bei Mumps können, wie bei fast allen Infektionskrankheiten, nur die Symptome, aber nicht die Erkrankung selbst behandelt werden.

Fast zehn Prozent der Erkrankten bekommen in Folge der Infektion eine Hirnhautentzündung. In seltenen Fällen tritt auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Entzündung des Hörnervs auf, die zu bleibenden Hörschäden führen kann. Je älter Jungen sind, die Mumps bekommen, desto häufiger sind sie von einer sehr schmerzhaften Hoden- oder Nebenhodenentzündung betroffen. Dies kommt bei ungefähr jedem vierten erkrankten Jugendlichen vor.

Mumps: Impfung

Die Impfung gegen Mumps

Durch eine zweimalige Impfung kann wirksam gegen Mumps vorgebeugt werden. Gegen Mumps wird üblicherweise im Kombinationsimpfstoff zusammen mit Masern und Röteln geimpft:

  • Die erste Teilimpfung sollte im Alter von 11. bis 14. Monat gegeben werden.
  • Die zweite Impfung soll frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres, mit 23 Monaten, gegeben werden.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn das Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

Nebenwirkungen der Impfung

Die Impfung ist gut verträglich, nur selten treten Nebenwirkungen auf.

Man unterscheidet bei den üblichen Nebenwirkungen zwischen lokalen Reaktionen und allgemeinen Krankheitszeichen. Lokale Reaktionen sind eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die nach wenigen Tagen abklingen. Dazu können allgemeine Krankheitszeichen, wie Fieber oder Müdigkeit, auftreten – auch diese Nebenwirkungen klingen schnell wieder ab. Schwere Erkrankungen können laut STIKO (Ständige Impfkommission) auftreten, kommen aber nur sehr selten vor.


Mumps: Häufige Fragen und Antworten (FAQs)