Tetanus-Impfung bei Jugendlichen



Tetanus: Ansteckung

Tetanus-Infektionen werden durch sehr widerstandsfähige Bakterien verursacht, die überall im Erdreich vorkommen. Beim Sport, im Garten, durch offene Wunden nach Stürzen – Jugendliche können überall mit Tetanus-Bakterien in Berührung kommen. Noch immer sterben weltweit jedes Jahr mehrere hunderttausend Menschen an dieser Erkrankung. In Deutschland kommen Erkrankungen aufgrund der sehr hohen Impfraten zum Glück nur noch sehr selten vor.


Tetanus: Krankheitsverlauf

Die Krankheitsanzeichen werden nicht durch die Bakterien selbst, sondern durch ein Gift, welches von diesen ausgeschieden wird, ausgelöst.

Man unterscheidet drei Formen von Tetanus-Infektionen:

  1. Bei der ersten Form treten nach drei Tagen bis drei Wochen nach der Ansteckung Spannungsgefühle an der Wunde auf. Manchmal wird dies von Schwitzen, Unruhe und Kopfschmerzen begleitet. Nach kurzer Zeit kommen starke, schmerzhafte Krämpfe des Kiefers und weiterer Muskelgruppen hinzu. Krämpfe des Kehlkopfes und der Brustmuskulatur können so ausgeprägt sein, dass sie zum Erstickungstod führen.
  2. Bei der zweiten Form der Tetanus-Infektionen treten die beschriebenen Symptome in abgeschwächter Form auf. In der Regel ist dies der Fall, wenn aufgrund einer schon länger zurückliegenden Impfung noch ein Restimpfschutz vorhanden ist.
  3. Eine besondere Form der Tetanus-Infektion tritt bei Neugeborenen auf, wenn die Bakterien aufgrund unzureichender Hygiene in den Nabel gelangen. Ungefähr eine Woche nach der Ansteckung kommt es zu Krämpfen und einer Trinkschwäche. Fast alle betroffenen Kinder sterben dann an der Erkrankung.

Bei jedem Verdacht auf eine Tetanus-Erkrankung wird sofort eine Antibiotika-Behandlung eingeleitet. Über verschiedene andere Medikamente wird versucht, das von den Bakterien ausgeschiedene Gift zu neutralisieren. Trotz guter medizinischer Versorgung ist die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung jedoch sehr hoch.

Tetanus: Impfung

Die Auffrischungsimpfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) für Jugendliche

In der Regel haben Jugendliche eine Grundimmunisierung im Baby-Alter erhalten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für Jugendliche gegen Wundstarrkrampf (Tetanus):

  • Im Alter von neun bis 17 Jahren.
  • Danach soll die Impfung alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

Üblicherweise wird gegen Tetanus im Jugendalter mit einem 4-fach-Impfstoff geimpft. In dieser Impfdosis wird außer gegen Tetanus auch gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung) geimpft.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn der oder die Jugendliche eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

Nebenwirkungen der Impfung

Man unterscheidet bei den üblichen Nebenwirkungen zwischen lokalen Reaktionen und allgemeinen Krankheitszeichen. Lokale Reaktionen sind eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die nach wenigen Tagen abklingen. Dazu können allgemeine Krankheitszeichen, wie Fieber oder Müdigkeit auftreten – auch diese Nebenwirkungen klingen schnell wieder ab. Schwere Erkrankungen können laut STIKO (Ständige Impfkommission) auftreten, kommen aber nur sehr selten vor.