Röteln-Impfung bei Kindern



Röteln: Ansteckung

Röteln sind eine Virusinfektion. Röteln können besonders schwerwiegende Folgen haben, wenn sich eine schwangere Frau ansteckt. Dann kann das ungeborene Kind eine sogenannte Rötelnembryopathie bekommen – eine schwerwiegende Schädigung des Ungeborenen während der ersten vier Schwangerschaftsmonate.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass es nicht ausreicht, die Röteln-Impfung nur für Mädchen und Frauen mit Kinderwunsch zu empfehlen. Dass sich Schwangere anstecken, kann erst dann ausgeschlossen werden, wenn sich Röteln-Infektionen - durch hohe Impfraten - gar nicht mehr ausbreiten. Hierfür müssten über 90 Prozent aller Kinder zweimal geimpft sein. Diese Impfrate ist in Deutschland aber insbesondere mit der 2. Impfung noch nicht erreicht.


Röteln: Krankheitsverlauf

Röteln-Viren werden durch eine Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten und Niesen übertragen. Bei der Hälfte der Kinder treten keine oder nur ganz leichte Krankheitszeichen auf. Vor allen Dingen fehlt bei über 50 Prozent der Erkrankten der typische Ausschlag, sodass die Röteln häufig nicht erkannt werden. Ist die Krankheit ausgebrochen, können nur die Symptome gelindert werden, eine Behandlung der Erkrankung selbst ist nicht möglich.

Röteln: Impfung

Die Impfung gegen Röteln

Durch eine zweimalige Impfung können Sie Ihr Kind wirksam vor Röteln schützen. Die Impfung wird üblicherweise gemeinsam mit der Impfung gegen Masern und Mumps als Kombinationsimpfung gegeben:

  • Die erste Teilimpfung sollte im Alter von 11. bis 14. Monat gegeben werden.
  • Die zweite Impfung soll frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres, mit 23 Monaten, gegeben werden.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn das Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

Nebenwirkungen der Impfung

Die Impfung ist gut verträglich, nur selten treten Nebenwirkungen auf.

Man unterscheidet bei den üblichen Nebenwirkungen zwischen lokalen Reaktionen und allgemeinen Krankheitszeichen. Lokale Reaktionen sind eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die nach wenigen Tagen abklingen. Dazu können allgemeine Krankheitszeichen, wie Fieber oder Müdigkeit, auftreten – auch diese Nebenwirkungen klingen schnell wieder ab. Schwere Erkrankungen können laut STIKO (Ständige Impfkommission) auftreten, kommen aber nur sehr selten vor.


Häufige Fragen und Antworten (FAQs)