Hepatitis-B-Impfung bei Jugendlichen

Hepatitis B ist eine Leberentzündung, die durch Viren ausgelöst wird und ansteckend ist. Die Hepatitis B ist weltweit sehr verbreitet. In Deutschland sind etwa 300.000 bis 650.000 Menschen chronisch - also dauerhaft - mit Hepatitis B infiziert. Jedes Jahr stecken sich mehrere tausend Menschen an.



Hepatitis-B: Ansteckung

Hepatitis-B-Viren können sich in allen Körperflüssigkeiten befinden und werden hauptsächlich auf sexuellem Weg übertragen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass im Jugendalter – wenn die Sexualpartner häufig wechseln – ein sicherer Schutz gegen Hepatitis B besteht. Wenn Schwangere infiziert sind, können sie die Infektion während der Schwangerschaft und Geburt auf das Kind übertragen.


Hepatitis-B: Krankheitsverlauf

Ein bis sechs Monate nach der Ansteckung bekommen zwei Drittel der Infizierten grippeähnliche Symptome, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein können. Das typische Symptom der Gelbsucht, eine gelbe Verfärbung der Haut, das von vielen Menschen mit einer Leberentzündung in Verbindung gebracht wird, tritt nur bei einem Drittel der Erkrankten auf. Die Hepatitis B kann mit schweren Krankheitszeichen verlaufen und heilt manchmal erst nach Monaten aus, oder wird sogar chronisch.

Eine Hepatitis-B-Infektion kann nur eingeschränkt mit speziellen Medikamenten, die die Viren hemmen, behandelt werden.

Ebenso wie die akute Infektion wird auch eine chronische Infektion häufig zunächst nicht bemerkt, weil die Symptome sehr unauffällig sein können. Trotzdem wird die Leber zunehmend geschädigt und die Infektion kann an andere Menschen weitergegeben werden.

Hepatitis-B: Impfung

Die Impfung gegen Hepatitis B für Jugendliche

Viele Jugendliche haben eine Grundimmunisierung im Baby-Alter erhalten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grundimmunisierung für alle Jugendlichen, die als Babys/Kleinkinder nicht gegen Hepatitis B geimpft worden sind:

  •  Im Alter von neun bis 17 Jahren

Für die Grundimmunisierung im Jugendalter sind zwei bis drei Impfungen nötig (je nach Alter und Impfstoffkombination). Danach muss die Hepatitis-B-Impfung nicht mehr aufgefrischt werden.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn der oder die Jugendliche eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

 

Nebenwirkungen der Impfung

Man unterscheidet bei den üblichen Nebenwirkungen zwischen lokalen Reaktionen und allgemeinen Krankheitszeichen. Lokale Reaktionen sind eine Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, die nach wenigen Tagen abklingen. Dazu können allgemeine Krankheitszeichen, wie Fieber oder Müdigkeit auftreten – auch diese Nebenwirkungen klingen schnell wieder ab. Schwere Erkrankungen können laut STIKO (Ständige Impfkommission) auftreten, kommen aber nur sehr selten vor.