Pneumokokken-Impfung bei Kindern

Impfung

Die Impfung gegen Pneumokokken

Die Impfung gegen Pneumokokken wird allen Säuglingen ab einem Alter von zwei Monaten empfohlen. Im August 2015 hat die Ständige Impfkommission die Empfehlung zur Pneumokokken-Impfung von Säuglingen angepasst. Statt wie bisher vier Impfungen, sind für Säuglinge zukünftig nur noch drei Impfungen empfohlen.

Die drei Impfungen sollen möglichst zu folgenden Zeiten erfolgen: 

    • Erste Impfung im Alter von zwei Monaten.
    • Zweite Impfung im Alter von vier Monaten.
    • Letzte Impfung 6 Monate später im Alter von 11 bis 14 Monaten.

    Frühgeborenen (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) wird unverändert das alte 3+1-Impfschema empfohlen: je eine Impfung im Alter von zwei, drei, vier und eine weitere Impfung im Alter 11 bis 14 Monaten.

    Alle Impftermine der Pneumokokken-Impfung können zeitgleich mit anderen empfohlenen Impfungen wahrgenommen werden.

    Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn das Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

    Mögliche Nebenwirkungen der Impfung

    Nach der Impfung kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr häufig zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, die auch schmerzen kann. Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Fieber, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden (z. B. weniger Hunger oder Durchfall) auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab.

    Nebenwirkungen sind selten. Bei Säuglingen und jungen Kleinkindern kann es gelegentlich im Zusammenhang mit Fieber zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Als weitere seltene Nebenwirkung, die sich schnell und folgenlos wieder zurückbildet, wurde ein kurzzeitiger schockähnlicher Zustand („hypoton-hyporesponsive Episode; HHE“), in dem die Muskelspannung nachlässt und es nicht ansprechbar ist, beobachtet. Allergische Reaktionen auf Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Nesselsucht) sind möglich.